Museum Wilhelm Morgner

Alles ist vorbereitet für die Ausstellungseröffnung und wir freuen uns auf den kommenden Samatag, den 18. Januar 2020 um 17 Uhr.

Transportsystem

Nun haben wir eine Sorge weniger und zwar, dass Lichtboot unbeschadet an seine Bestimmungsorte bringen zu können. Ein großes Dankeschön an Martin Kurpiers für das gelungene und solide Transportsystem.

Transport-Standfläche ca. 5 qm

Die erste Lichtreise

Dieser Film zeigt Ausschnitte und Eindrücke der acht Veranstaltungen, die im Rahmen der Ausstellung „panta rhei“, im Haus Kükelhaus in Soest vom 29.09. bis zum 18.11.2018 stattfanden.

29.09. „Eröffung”, mit dem Saxophonisten Patrick Porsch
06.10. „Hugo und das Boot”, ein Vortragsabend von Norbert C. Korte
13.10. „Future City“, Percussiongruppe
20.10. „Licht- und Klangreise”, mit Obertonmusik von Christian Bollmann
25.10. „Schreibschwestern”, Lesung mit Texten zum Lichtboot
27.10. „Verwandlungen”, inszenierte Lesung von Schöpfungsmythen
03.11. „Klangcollagen”, elektronische Musik von Jens Achim Moritz
03.11. „KeliaSun”, Akustiktrio mit mehrstimmigen Gesang

Eröffnung „panta rhei“

29. September 2018 – Die Eröffnungsveranstaltung zu der Ausstellung „panta rhei“, der Weihefahrt des Lichtbootes, fand in der Begegnungsstätte neben dem Haus Kükelhaus statt.

Die Begüßung gestaltete  Thomas Nübel, Leiter der VHS Soest.
Werner Liedmann, Vorsitzender des Kulturparlamentes Soest e.V. und
Jürgen Münch, Vorsitzender der Hugo Kükelhaus Gesellschaft Soest e.V., sprachen gemeinsam über ihre Beweggründe, das Projekt „panta rhei“ zu fördern. Herr Liedmann erzählte von der gemeinsamen Reise durch Soest, um den geeigneten ersten Standort für das Lichtboot zu finden.
Christiane Kling berichtete über die Entwicklung und Entstehung des Lichtbootes.
Anna Leauvier las einen poetischen Text zu „panta rhei“.
So eingstimmt führte der Saxopohonist Patrick Porsch die Gäste in Gruppen in den Lichtraum.

Lichtraum „panta rhei“ am 29.09. 2018

Konzerte, Vorträge und Lesungen zum Lichtboot

Hugo und das Boot

Ein Vortragsabend am 6. Oktober 2018, als DVD erhältlich

…auch zu Ehren von Hugo Kükelhaus und sein Werk gedacht…

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Haus Kükelhaus im Bergenthalpark in Soest

Norbert C. Korte aus Lambrecht stellte die Hintergründe und den Zusammenhang zwischen dem Philosophen Hugo Kükelhaus und dem Lichtboot vor. Begleitet wurde dieser Vortrag von dem Soester Musiker  Jens Achim Moritz am Schlagzeug.

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Norbert C. Korte: Zur Spirale sagt Kükelhaus, „Das Gemüt wird in wunderliche Bewegung verstrickt während es diese Linie in sich aufnimmt. Wahrnehmung beruht auf einer Spiegelung unserer tiefsten Seelentätigkeit in unserem Bewusstsein. Abends und Morgens auf der Wende zwischen Schlaf und Wachen, beginnt die Seele im weiten Raum zu schweifen und sich wundersam zu regen. So berühren wir uns auch selber von Innen her, während unser Auge auf den Linien ruht. Und eben diese Selbstbegegnung ist es, der die dunklen Mächte im Menschen ausweichen wollen, und sie haben es immer leicht verstanden, den Verstand vor ihren Wagen zu spannen.“

Zitat aus dem Kükelhaus Buch „Uhrzahl und Gebärde“ 1934

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Foto: Norbert C. Korte

„BOOT-TAUFE“ – Im Anschluss an diesen Abend haben wir, Günther und Christiane, unser Lichtboot auf den Namen ATMOS getauft.

Eine Licht & Klang Reise

Am Samstag, den 20. Oktober gastierte Christian Bollmann im Lichtraum. Mit faszinierenden Obertonklängen verzauberte er uns alle und nahm uns mit, auf eine wunderschöne Licht- und Klangreise.

Eine musikalische Segnung für das Lichtboot

Nach seinem Konzert, zu späterer Stunde,  spielte Christian Bollmann zum Abschluss noch ein Stück auf seiner Gitarre und sang mit uns
„The ocean is the beginning of the earth“ von Star Hawk

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Am 27. Oktober 2018 – unter dem Oberthema „Verwandlungen“ präsentierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der VHS-Sprechwerkstatt unter der Leitung von Frank Schindler eine Lesung zu Schöpfungsmythen aus der europäischen Antike.
Konzertabend am 3. Nov. mit elektronischer Musik von Jens Achim Moritz
Am 1. Nov. 2018 besuchte eine Soester Yogagruppe das Lichtboot. In vertrauter Runde entstanden spannende intime Gespräche mit anschließendem gemeinsamen Mantra-Singen.

Christiane Kling & Hugo Kükelhaus

Foto: Norbert C. Korte – Deele – Haus Kükelhaus – Fotocollage CK

Christiane Kling: „Seit Kindertagen kenne und liebe ich den Träumling und seine Geschichten, gezeichnet und geschrieben von Hugo Kükelhaus.
Während meines Studiums arbeitete ich in einem Seminar zum Thema „Design und Ethik“. Auf der Suche nach Orientierung zu diesem Thema, begegnete mir die Gedankenwelt von Hugo Kükelhaus zum zweiten Mal.

Als ich in den Semesterferien 1899 in meine Heimatstadt Soest fuhr, besuchte ich dort zum ersten mal das Haus Kükelhaus. Was ich vorfand umfing mich, das liebevoll gestaltete Fachwerkhaus birgt einen eindrucksvollen Teil des Nachlasses, des Philosophen, Künstlers und Handwerkers Hugo Kükelhaus. Handgefertigte Möbel, Dinge von Reisen, Texte, Spielgeräte und vieles mehr.
In der Zeit in Soest besuchte ich das Haus Kükelhaus mehrfach und führte viele Gespräche mit Frau Dr. Jörresen, sie betreute damals den Nachlass und den Museumsbereich. Die Gedankenwelt von Hugo Kükelhaus berührte mich. Da auch ich ein gutes Stück Handwerk schätze und selber aus einer Handwerksfamilie stamme, war es mir möglich leicht Zugang zu Hugo Kükelhaus Werken zu finden.

Eine meiner ersten Spiral-Lichtspiele von 1991

Seine Erfahrungsfelder für die Sinne und seine Bücher, wie „Dennoch Heute“, „Unmenschliche Architektur“, „Organismus und Technik“ und „ Urzahl und Gebärde“, gaben mir grundlegende Anregungen und Gestaltungsideen. Unter anderem entstanden in dieser Zeit die ersten Formexperimente von bewegten Lichtspiralen. Deshalb war und ist es mir eine besondere Freude, dass ich mein Lichtboot zu Beginn seiner Reise im Haus Kükelhaus zeigen durfte, dem Ort, an dem der Künstler, Handwerker und Denker Hugo Kükelhaus Jahrzehnte gelebt und gearbeitet hat.

Da dies meine dritte inhaltliche Begegnung mit Hugo Kükelhaus wurde und bekanntlich alle guten Dinge drei sind (Drei=Dreh) , entspricht dieses Zusammenfinden der schönen Wirbellinie der SPIRALE.“

Mehr zu Hugo Kükelhaus

Im April 2017 entschied sich die Hugo Kükelhaus Gesellschaft Soest e. V. die Realisierung des Lichtbootes zu fördern.

Besuch einiger Mitglieder der Hugo Kükelhaus Gesellschaft Soest am 3. November 2018

Jürgen Münch – Vorsitzender der Hugo Kükelhaus Gesellschaft Soest e. V. schrieb folgenden Beitrag zum Logbuch:

Nachdem das Kulturparlament Soest Anfang 2017 beschlossen hatte, die Installation von Christiane Kling als eines von zwei Förderprojekten im laufenden Jahr zu unterstützen, ging der Vorstand des Parlaments auf die Hugo Kükelhaus Gesellschaft e.V. zu und fragte nach der Möglichkeit einer flankierenden finanziellen Unterstützung für dieses ja vor allem durch Kükelhaus angeregte und inspirierte Projekt.

1:10 Funktionsmodell

Da die überreichte Ideenskizze von Christiane Kling sehr ansprechend war und es die vielfältigen Bezüge zu Kükelhaus gab, wurde die Künstlerin Anfang April zur Vorstandssitzung eingeladen, zu der sie dann ein Modell ihrer geplanten Installation mitbrachte.

„lebendige Wand“, Zeichnung von Christiane Kling 1998, nach H.K.

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Auch war Christiane Kling in der Gesellschaft bereits vom Namen her bekannt, hatte sie doch schon 1997 für das Architektursymposion in Soest zu Hugo Kükelhaus einen Beitrag für die Tagungsdokumentation mit ihrem Entwurf für eine „lebendige Wand“ beigesteuert.

Das in der Sitzung anhand des Modells vorgestellte Konzept überzeugte die anwesenden Vorstands- und Beiratsmitglieder auf Anhieb. Die Anwesenden waren sich schnell einig, das Projekt finanziell zu unterstützen, vor allem, da das Projekt sehr im Sinne von Hugo Kükelhaus ist, vereint es doch gleichzeitig mehrere für Kükelhaus zentrale Themen. Zum Einen ist da die Spirale sowohl als universelles Phänomen und Urform in der Natur als auch als Motiv und Gleichnis in der Kultur. Zum Anderen bezieht die Installation die Gedanken von Kükelhaus zur Raumwirkung von Licht als räumlich bewegtes Wechselspiel von Hell und Dunkel mit ein. Darüber hinaus beeindruckten die sinnliche Qualität und die meditative Dimension der Installation, kurzum ein gelungenes Beispiel für die Umsetzung Kükelhausscher Ideen und Gedanken in einem eigenständigen Kunstprojekt. September 2018

Probefahrt im Atelier

Im Januar 2017 entschloss sich das Kulturparlament Soest als erster Förder, die Realisireung des Lichtbootes finanziell zu unterstützten.

Zur Probefahrt am 27. April 2018 besuchten einige Mitglieder des Kulturparlamentes Soest das Lichtboot im Atelier. Fotos von Pepi Pape

Hier die ersten Videoaufnahmen der Installation im Atelierraum mit Programmierung.

Aus technischen Gründen sind hier teilweise liegende Hochformate abgebildet.
Musik: Soester Musikgruppe „Weltraum“, Aufnahme von 2005  

Aus dem Entstehungsprozess

Vorbereitung zu den Programmierungen

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Entwicklung spezieller Schaltungen

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Bearbeitung der Glasringe und Rohreinsätze

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elektrische Inbetriebnahme 2018

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Komposition und Aufbau

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Projektidee

Testaufbau mit Einzelstelen und das Bootmodell mit pulsierendem Licht 

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